Gemeinde Großweil
Gemeinde Großweil Das blaue Land

Natur erleben.

Loisach-Kochelsee-Moor

Die Loisach-Kochelsee-Moore entstanden in der Würmeiszeit vor mehr als 150.000 Jahren.
Sie zählen zu den bedeutendsten Moorgebieten Süddeutschlands, nicht nur wegen der Größe von ca. 3.600 ha.
Die ausgedehnten Feuchtgebiete sind Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, die vom Aussterben bedroht sind.  Mehr als 200 Vogelarten, darunter sehr viele Wiesenbrüter, rasten oder brüten hier.
Extensive Bewirtschaftung der Moorwiesen stabilisieren die Populationen seltener Arten.
Das Zentrum für Umwelt und Kultur im Maierhof vom Kloster Benediktbeuern beschäftigt sich ausführlich mit der Geschichte der Moorlandschaft.

Die Loisach


Die Loisach ist ein 114 km langer Gebirgsfluss. Ihr Name ist keltischen Ursprungs und leitet sich vom urkeltischen „lawo“ und „iska“ ab, die beide „Wasser“ bedeuten.
Die Loisach entspringt in einem Quellsumpf im österreichischen Bundesland Tirol zwischen Lechtaler Alpen im Westen und Wettersteingebirge im Osten, unterhalb bzw. nördlich des Fernpasses. Ihre Quelle befindet sich in der Gemeinde Biberwier. Von dort fließt das Wasser nordwärts über Ehrwald zur östereichisch-deutschen Grenze. Auf der bayerischen Seite fließt sie in Richtung Nordosten. Zwischen Griesen und Garmisch-Partenkirchen befindet sich das Wildwasser-Eldorado. Vorbei an Grainau und durch Garmisch-Partenkirchen verläuft sie danach zwischen den Ammergauer Alpen im Westen und dem Estergebirge im Osten weiter nach Norden.
An Farchant, Oberau und Eschenlohe sowie an Ohlstadt und Murnau vorbei erreicht die Loisach Großweil, wo sie nach Südosten abknickt und bei Schlehdorf nördlich in den Kochelsee einfließt.
Sie verlässt den See an seinem Nordostrand, westlich von Kochel, passiert schließlich Benediktbeuern und Penzberg und verlässt dort endgültig die Nordausläufer der Bayerischen Alpen. Sie durchfließt Eurasburg und mündet unmittelbar nördlich von Wolfratshausen in der Pupplinger Au – einem Auwald- in die Isar.

Früher wurden auf der Loisach die Stämme  der Bergwälder des Werdenfelser Landes, sowie Gips und Kalk transportiert. Größere Bedeutung erlangte die Flößerei auf der Loisach durch Gründung und Entwicklung der beiden bayerischen Residenzstädte München (1158) und Landshut (1220-1250).
Allein für den Dachstuhl der zwischen 1468-1488 erbauten Frauenkirche in München wurden z.B. 140 Floße mit über 2.200 Baumstämmen benötigt, alle aus dem bayerischen Oberland.
Zwischen 1460 und 1510 weisen einige Großweiler Flößer darauf hin, dass ihnen das Kloster für getanes „Floßwerch und Arbeit“ noch den Lohn schuldet. .

Heute bevölkern Kanus, Kajaks und Schlauchboote die Loisach.  Aufgrund seiner Badequalität sieht man an versteckten Ufern immer wieder Ausflügler, die ihren Picknickkorb auspacken und den Sprung ins Wasser wagen.


Wissenswertes über Schlauchboottouren können sie übrigens einsehen unter:
www.bootundbike-verleih.de und entsprechende Schlauchbootfahrten können sie reservieren bei:
info(at)bootundbike-verleih.de

Wem das kühle Nass nicht geheuer ist, der kann die herrliche Flusslandschaft mit dem Fahrrad genießen – ein ausgeschilderter Radweg führt ab Großweil über Kochel nach Benediktbeuern oder von Murnau nach Garmisch-Partenkirchen.

 

Der Eichsee

Der auf 603 m Höhe gelegene Eichsee ist mit 5,38 Hektar Fläche ein kleiner Badesee, der mit einem Schilfgürtel umgeben ist. Auf der Südseite befindet sich eine Liegewiese.
Er liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Großweil mitten im Kocheler Moor und ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Der Eichsee gilt wegen seiner einzigartigen Lage mitten im weiten flachen Moosgebiet - oftmals mit Sonne von früh bis spät - und einem phantastischen Blick auf Benediktenwand, Jochberg, Herzogstand und Heimgarten als echter Geheimtipp. Der vom Grundwasser gespeiste, etwa 4 m tiefe Moorsee hat naturgemäß eine trübe Färbung und relativ warme Temperaturen.